Bewegung als Heilmittel
Im Zentrum der Betrachtung steht der ganzheitliche Mensch und seine körperliche, muskuläre Aktivität sowie deren vielfältige Wirkungsweisen.
Grundgedanke:
Bewegung – Quintessenz des Lebens
von lat. quinta essentia‚ „fünftes Seiendes“.
Ursprünglich Ausdruck von Aristoteles für „Äther“, das fünfte Element.
Ins heute übertragen „das Wesentliche“, „das Hauptsächliche“, „das Wichtigste“.
- Bewegung
als „das Wesentliche“ (Quintessenz) menschlichen Lebens.
Grundlagen:
Soll menschliche Bewegung dabei nicht bloße Auseinandersetzung mit dem physischen Körper im Sinne von sportlichem Training sein, sondern energetische, emotionale, soziale und geistige Aspekte mit einschließen, brauchen wir die fünf Elemente. Bei ganzheitlicher, systemischer Betrachtung des Menschen bieten die fünf Wandlungsphasen eine Fülle weiterer Bezüge und Zusammenhänge.
- Der Begriff der fünf Elemente, vermittelt den Eindruck, es handle sich um statische Einzelteile, die zu einem Ganzen zusammengesetzt werden.
- Holz
- Feuer
- Erde
- Metall
- Wasser
- Die fünf Wandlungsphasen jedoch bedeuten, dass die Elemente in lebendiger Beziehung, in einem fließenden Gleichgewicht zueinander stehen und sich gegenseitig erzeugen und beeinflussen.

Grafik von Michael Dackau
Ergänzend zu diesem ganzheitlich-dynamischen Herangehen an die vielfälltigen Wirkunsweisen menschlicher Bewegung (jahrtausende altes, überliefertes Erfahrungswissen), welches in der traditionellen westlichen Betrachungsweise in Vergessenheit geriet, dienen naturwissenschaftliche Erkenntnisse aus Sport und Medizin der weiteren Strukturierung, Individualisierung, Verfeinerung und Präzisierung von Bewegungsanwendungen im Entwicklungs- und Heilungsprozess.
- Training steht dabei für einen geplanten, systematischen und zielgerichteten Prozess zur Regulierung des Fließgleichgewichts der Elemente und darauf aufbauend zur Verbesserung von Koordination, Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Schnelligkeit.
- Therapie kommt bei eingeschränkter oder verlorener Homöostase zur Anwendung. Homöostasis ist ein Spezialfall der Selbstregulation von Systemen und bezeichnet die Aufrechterhaltung des Gleichgewichtszustands eines offenen dynamischen Systems durch einen internen regelnden Prozess.